Jetzt aussäen…

…in ein paar Monaten freuen

Was sollte man beachten, um Pflanzen erfolgreich auszusäen? Mit ein paar Tipps und Tricks geht es ganz leicht.

Zunächst einmal unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Methoden:

Direktsaat im Freien

Wie der Name schon sagt: Direkt ins Beet, je nach Wetter ab Mitte März/April möglich. Einigen unserer Gemüse macht kühles Wetter nichts aus, im Gegenteil – sie keimen dann besser als im Sommer. Zu diesen gehören z.B. Spinat, Erbsen und Möhren. Blumen und Gemüse aus wärmeren Regionen kann man nach den Eisheiligen direkt ins Beet säen.

 

Vorkultur im Haus oder Gewächshaus

Besonders sinnvoll bei Pflanzen, die aus wärmeren Gegenden stammen. Man sät sie im Warmen aus und pflanzt sie erst nach den Eisheiligen in den Garten.

Was brauchen wir hierfür? Ein helles Fensterbrett, Aussaaterde und kleine Schalen oder Gefäße, in die gesät wird. Soweit ganz einfach, trotzdem gibt es hierzu noch ein paar Details zu beachten.

Der helle Standort ist wichtig, weil die Pflanzen sonst durch Lichtmangel langbeinig und instabil werden. Es darf gerne ein sonniges Südfenster sein, aber dann ist es gut, die kleinen Pflänzchen unter Mittag etwas zu schattieren, damit sie in der warmen Sonne hinter der Scheibe nicht verbrennen.

Gute, frisch gekaufte Aussaaterde ist aus zwei Gründen wichtig: Die Sämlinge vertragen noch nicht die volle Düngerladung, die in normaler Blumenerde enthalten ist. Säcke mit Erde, die bereits monatelang in irgendeiner Ecke herumliegen, sind meistens schon mit Pilzen verseucht, die unseren Winzlingen gleich den Garaus machen können.

Bei den Behältern, in die gesät wird, gibt es viele Möglichkeiten – von fertig gekauften Saatkistchen bis hin zu recycelten Plastik-Gefäßen. Ganz wichtig ist aber immer: Die Gefäße müssen Löcher haben, damit das Wasser abfließen kann. Außerdem sollten sie gut gereinigt werden, auch dies wieder, um die Entwicklung von Pilzkrankheiten zu verhindern.

Nun wird gleichmäßig verteilt in die Saatkisten gesät. Alternativ kann man auch 1-2 Saatkörner schon in eigene kleine Töpfe, Multitopfplatten oder Presstöpfchen säen, so spart man sich später das Pikieren. Allerdings braucht man dann von Anfang an auch viel mehr Platz.

Hier werden Kürbisse einzeln in Töpfe gesät.

Wenn die Samen ausgesät sind, wird ein Teil von ihnen dünn mit Erde bedeckt – das sind die Dunkelkeimer. Lichtkeimer wollen jedoch nicht abgedeckt werden, sonst können sie nicht keimen. Die Infos hierzu sollten auf jeder Samentüte stehen.

Zuletzt noch ein ganz wichtiges Detail: die Temperatur. Auch hier die Angaben auf der Saatgut-Tüte beachten, manche Pflanzen mögen nur im Kühlen keimen, bei anderen tut sich unter 21°C nur wenig. Besonders wärmebedürftig sind z.B. Paprika und Chili. Bei solchen Pflanzen ist es nützlich, die Saatgefäße zusätzlich mit Plastikhauben abzudecken, um die Samen so warm wie möglich zu halten.

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