Es geht wieder los…

…unser Gartenjahr beginnt mit der Auswahl von Tomaten-Sorten  

Draußen im Garten tut sich in diesem Jahr bei uns noch gar nichts, nur die allerletzten Schneereste schmelzen langsam weg.

Das hindert uns aber nicht daran, schon dieses und jenes für die neue Garten-Saison vorzubereiten. Mein Mann hat seine Chilies schon im Januar ausgesät, die pikierten Sämlinge stehen nun auf dem Fensterbrett.

Ich werde nächstes Wochenende Tomaten aussäen, meine Sämereien habe ich bereits besorgt. Gerade bei Tomaten steht man ja oft vor einem schier unübersehbaren Sortiment. Und leider ist der Platz im Garten meist alles andere als unübersehbar. Wie schränkt man nun die Vielfalt so ein, dass man die besten Sorten für sich wählt?

 

 Empfehlungen von Familie und Freunden – diesen Punkt braucht man ja eigentlich kaum zu erwähnen – nur, was macht der Gartenfreund, der zufällig keine Menschen kennt, die schon Tomaten gezogen haben? Also, wir haben mit folgenden Sorten gute Erfahrungen gemacht:

  • Harzfeuer – altbekannte, robuste und schmackhafte Sorte, F1-Hybride
  • Johannisbeertomaten – Wildtomaten, die Früchte sind tatsächlich puppen-klein. Geschmacklich bei uns nicht außergewöhnlich, aber doch ziemlich spaßig, vor allem für Kinder.
  • Moneymaker – Früchte mittlerer Größe, früh, macht in warmen Jahren ihrem Namen alle Ehre
  • Sungold – Cocktailtomate in Orange, hat einen ganz wunderbaren Geschmack, F1-Hybride
  • Tigerella – Früchte mittlerer Größe, schön rot-orange getigert

Noch eine Anmerkung zu F1-Hybriden: Das Saatgut ist teurer und man kann diese Sorten nicht selbst sortenecht vermehren.

 

 Auswahl nach Wuchsform

Auf den Samentüten stehen oft Bezeichnungen wie „Stabtomaten“, „Buschtomaten“ und „Strauchtomaten“.

Bei den Stabtomaten handelt es sich um die klassischen hohen Sorten. Sie brauchen eine stabile Stütze, an der man den Haupttrieb hochzieht. Wichtig ist bei diesen Arten, dass man alle Seitentriebe auskneift (der Gärtner sagt „ausgeizt“), so dass an diesem einen Haupttrieb Tomaten in optimaler Größe heranreifen können. Die Früchte einer Traube reifen nacheinander.

Busch- und Strauchtomaten haben einen kompakten Wuchs, werden maximal 1m hoch und brauchen nur eine leichte Stütze. Sie müssen nicht ausgegeizt werden, alle Früchte einer Traube reifen gleichzeitig.

 

 Auswahl nach dem idealen Wuchs-Ort

Manche Sorten werden nur im warmen Gewächshaus richtig gut, hierzu ist dann normalerweise auch ein Hinweis in der Beschreibung zu finden – also vor dem Kauf genau lesen.

Zur Frage, welche Sorten in einen Topf gepflanzt werden können: da eignen sich alle!

 

 Auswahl nach Größe der Früchte

Die größten Früchte liefern Fleischtomaten, hier gibt es Sorten, die beeindruckend große Exemplare hervorbringen. Allerdings brauchen die einzelnen Früchte relativ lange zum Reifen. Deshalb eignen sich solche Sorten eigentlich nur für wärmere Gegenden oder die Aufzucht im Gewächshaus. In einem heißen Sommer können sie auch bei uns im Freiland gut werden, aber das ist reine Glückssache.

Umgekehrt heißt das dann, dass die Sorten mit den kleinsten Früchten am schnellsten heranreifen. Also sind für Gegenden, in denen der Sonnenschein manchmal rar ist, Cocktailtomaten erfolgversprechender.

 

 Auswahl nach Farbe

Neben den sprichwörtlich tomatenroten Früchten gibt es immer mehr „bunte“ Sorten. Es macht im Sommer auf jeden Fall etwas her, einen Salat mit Tomaten in Gelb, Orange, Rot und ganz dunklem Rot zu servieren. Allerdings sind hier auch die Farben Geschmackssache: Ich persönlich finde grüne und „schwarze“ Tomaten irritierend, aber da hat ja jeder so seine eigene Meinung.

 

So, ich hoffe, diese Hinweise helfen weiter – aber ich kann Euch schon mal verraten, dass selbst bei Anwendung dieser Kriterien die Auswahl schwer fällt… Der Garten ist doch jedes Jahr wieder viel zu klein.

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