Direktsaat im Freien

…einfach und schnell

Der unschlagbare Vorteil an der Direktsaat ist, dass die Arbeit schnell erledigt ist. Nachteilig ist allerdings, dass Keimlinge und Sämlinge im Beet mehr Schädlingen ausgesetzt sind als Pflanzen vom Fensterbrett, die man erst auspflanzt, wenn sie schon größer und widerstandsfähiger sind.

Bis die Pflanzen schön kräftig sind, muss man also ein wachsames Auge auf sie werfen. Wir haben es leider auch schon erlebt, dass wir Möhren gesät haben und einige Zeit später nur eine dicke Schneckenschleim-Spur vorfanden. Unter dieser befanden sich mal die Keimlinge.

Andererseits gibt es Gemüse- und Blumenarten, die man nur direkt säen kann, weil sie sich ganz schlecht verpflanzen lassen – hier geht es also gar nicht anders.

Kornblumen und die Jungfer im Grünen (Nigella) lassen sich nur schlecht verpflanzen, deshalb sät man sie am besten direkt aus. Diese Pflanzen sind gut herangewachsen und werden hier ausgedünnt.

So, jetzt soll es aber losgehen, und zwar zuerst mit der Beetvorbereitung. Das Beet sollte komplett unkrautfrei sein, vor allem frei von Wurzelunkräutern wie Giersch und Quecke. Dann wird es mit einem Rechen glattgeharkt – Steine, größere Erdbrocken und andere Fundstücke sollten nicht mehr an der Oberfläche zu sehen sein. Auch wichtig: das Beet sollte so eben wie möglich sein, sonst wird das Saatgut beim Gießen an die am tiefsten gelegenen Stellen des Beetes geschwemmt.

Nun gibt es zwei Methoden der Aussaat: breitwürfig, also gleichmäßig mit einem gewissen Abstand im Beet verteilt – und in Reihen.

Die Reihen lassen sich am besten mit dem Ende des Rechenstiels ziehen, meistens im Abstand von 20 oder 30cm. Reihen sind beim Unkraut hacken praktischer, weil da ganz sicher ist, dass schon mal alles, was zwischen den Reihen wächst, Unkraut ist.

Wir gießen das Beet bzw. die Rillen vor der Aussaat immer schon einmal an, danach wird gesät. Aber Achtung, nicht zu dicht säen! Am besten geht das, wenn man das Saatgut aus der Tüte in eine Hand gibt und mit der anderen Hand so verteilt, als wollte man eine Prise Salz ins Essen streuen.

Das Saatgut wird nach dem Aussäen mit feinkrümeliger Erde bedeckt, je nach Pflanze 1-2cm dick. Dann drückt man die Erde mit dem Rücken des Rechens an, nochmal angießen – fertig.Wichtig ist, dass das Beet stets feucht gehalten wird, sonst gibt es Probleme bei der Keimung.

Viele Schnittblumen lassen sich ganz einfach aussäen. In der Melone stecken hier selbst gezogene Zinnien, Verbena bonariensis und die grüne Muschelblume (Molucella). Ein paar Gräser aus dem Staudenbeet vervollständigen das Gesteck. (Beispiel aus unserem Buch Vom Garten in die Vase)

Die genauen Hinweise zum Aussaat-Zeitpunkt, zu Abständen zwischen Reihen und Aussaattiefe findet Ihr bei den einzelnen Kulturanleitungen.

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